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Was beeinflusst das Aussehen einer Narbe

  1. Wo die Narbe am Körper ist (Narben in der Nähe von aktiven Muskeln – Rücken, Beine, Schultern; in den Beugen – Gelenke werden auf Grund von Bewegungen mehr belastet und sind sichtbarer als auf weniger exponierten Stellen).
  2. Typ und Umfang der Verletzung (mechanische, chemische, durch Wärme, Unfall, chirurgischer Eingriff, Impfung, Ausschläge).
  3. Genetische Voraussetzungen (genetisch ist zum Beispiel bei der Neigung zur Bildung von Keoliden gegeben).
  4. Infektion (erhöhte Wahrscheinlichkeit bei der Heilung einer Narbe).
  5. Alter (bei älteren Leuten heilt die Haut langsamer, die Haut bei jüngeren Patienten hingegen neigt wieder zur Bildung von größeren Narben).

 

Jede Narbe ist ein Original

Hypertrophische (erhöhte): Entstehen durch die Hautneubildung, daher werden sie auch als hyperaktiv bezeichnet. Diese Narben sind in der Regel rot, grob und beim Tasten hart. Sie jucken oft oder sind schmerzhaft. Sie treten oft über die eigene Haut hinaus, wobei sie sich jedoch nicht außerhalb der ursprünglichen Wunde verbreiten. Meistens bilden sie sich innerhalb von zwei Wochen ab der Verletzung oder Operation.

 

Keloide (wuchernde) Narben (sie überragen die Wundgrenzen) sind grob, rund, bilden unregelmäßige Ansammlungen von Narbengewebe, das sich über die Grenzen der ursprünglichen Wunde verbreitert. Oft sind sie rot oder dunkler im Vergleich zur umgebenden Haut. Sie können auch später nach der Verletzung entstehen und manchmal verschlechtern sie sich im Laufe einer Schwangerschaft. Sie entstehen nach einem Unfall oder Eingriff in jedem Alter, aber öfters treten sie bei jüngeren Personen und Menschen mit dunklerer Haut auf. Die Tendenz zur Keloid-Bildung ist oft genetisch bedingt.

 

Atrophische Narben entstehen dann, wenn die Haut nicht richtig heilt und sich nicht eine ausreichende Menge an Bindegewebe bildet. Die entstehende Narbe ist dann unter dem Niveau der Haut (zum Beispiel Aknenarben oder Pocken).

 

Striae (Schwangerschaftsstreifen) sind Mininarben, die durch die Hautdehnung infolge von schneller Dehnung, Änderungen des Körpergewichtes oder in der Schwangerschaft entstehen; meistens sind sie an Hüften, den Brüsten, dem Po und Bauch und in den Kniekehlen zu finden.